Mittwoch, 4. August 2010

Wann kommt die Flut? Wieso, die war doch schon da!

Oha, da habe ich einen ganzen Monat nicht geschrieben. Entschuldigung. Jetzt kommt dafür wieder was.


Und wieder ein Tag ohne Internet. Diesmal können die Internetfirmen noch nicht einmal dem Regen die Schuld geben (wie sie es gerne tun), dass nichts mehr geht. Rien ne va plus sozusagen. Diesmal ist es zwar nicht so, aber der Satz trifft dann doch zu, wenn es einmal wieder in Strömen, ach was, noch mehr, regnet. Und das dann nicht (wie ab und zu auch) nur mal 5 Minuten lang ganz doll, sondern so eine halbe Stunde lang oder so. Dann kommt die Stadt in etwa zum Erliegen. Das liegt daran, dass hier in den Straßen verhältnismäßig wenige Gullis und sonstige Abflüsse sind und sie, wenn sie dann da sind, vermutlich verstopft sind. Die Menschen schmeißen ihren ganzen Müll nämlich mal eben gerne einfach auf die Straße – was mich natürlich tierisch aufregt, aber das ist ein ganz anderes Thema. Zurück zum Regen. Wir waren bei viel Wasser vom Himmel und wenig Abfließmöglichkeiten auf der Erde. Was passiert dann? Richtig, die Rinnsäle werden größer und größerund irgendwann läuft es auf die Straße. Da es währenddessen aber nicht aufhört zu regnen, kommt es irgendwann soweit, dass die ganze Straße überschwemmt ist. Und überschwemmt heißt nicht, dass auf den Straßen ein bisschen Regen ist, sondern das sind hier dann ganze Sturzbäche, die die Straßen herunterkommen. Diese reichen einem dann teilweise bis zu den Knöcheln oder noch höher – meine Schuhe und Füße sind schon des häufigeren klitschnass gewesen. Und dann sind es natürlich nicht nur die Füße, die nass werden – da es immer noch regnet, wird auch der Rock trotz Regenschirm pitsche patsche nass, da der Regen auch schön von der Seite kommt. Was die Situation dann noch verbessert: Man hat keine wirkliche Möglichkeit, anders als zu Fuß zu gehen. Auto haben wir keins und sowohl die öffentlichen Verkehrsmittel – Guaguas (völlig kaputte Minibusse) und Carros Públicos (ausrangierte Taxis, die jetzt jeweils eine Route abfahren) – als auch Taxen nicht fahren, da sie nicht vorankommen. Aguaplanning ist ein Witz dagegen, hier braucht man Land- und Wasserfahrzeuge, diese Duckmobiles oder wie sie heißen. Und um dem ganzen noch das Sahnehäubchen aufzusetzen, funktioniert dann wie gesagt andauernd das Internet und/ oder der Strom nicht und es ist so laut. Aber ich sollte mich nicht beschweren, ich hab ja auch viel Sonne abbekommen und bin ein wenig braun geworden. Also höre ich jetzt auf zu jammern und beende diesen Eintrag.

Liebe Grüße (noch) aus der Hitze,

Cathi



Mittwoch, 30. Juni 2010

Typisch dominikanisch?!

Und schon wieder ein neuer Eintrag (wie gesagt, Internet geht nicht und ich bin alleine, ergo keine Arbeit).
Meine Mitbewohnerin und –praktikantin Assia (die ist vor etwa einer Woche angekommen, da meine Chefin ab jetzt immer zwei Praktikanten in der AHK haben möchte, die sich gegenseitig ergänzen) hatten an diesem Wochenende ein paar Eindrücke, die bestätigt haben, dass wir uns in einem Dritteweltland befinden. Los ging es am Freitag, als kurz nach 11h (meine ich) auf einmal laute Rufe zu hören waren. Neugierig, wie ich nun einmal bin, wollte ich natürlich gleich nachschauen, was los ist. Aber meine Chefin meinte, wir sollten doch bitte vom Fenster und am besten gleich von unseren Schreibtischen weg (die stehen in der Nähe des Fensters) und in den hinteren Teil des Büros gehen. Kurz nachdem wir das gemacht hatten, wurden noch ein paar Leute in das Centro gescheucht und dann die großen hölzernen Türen geschlossen. Unsere Tür war zusätzlich noch abgeschlossen. Die erste Theorie zum Geschehen, die wir hörten, war, dass sich Tourismus-Syndikate bekämpfen würden. Die Leute, die von der Straße reinkamen, sagten uns aber, dass es Gruppen des Rehabilitierungsprogramm von Drogensüchtigen wären, die sich nach einer Demonstration gegenseitig mit Steinen bewerfen würden. Unsere Chefin hat uns dann erzählt, dass das Programm von der Regierung eingerichtet wurde, aber im letzten Jahr ziemlich im Stich gelassen wurde. Gelder sind nicht auf Konten überwiesen worden, Zentren geschlossen und so weiter. Deshalb haben die Teilnehmer am Freitag demonstriert. Nur leider haben sich Subgruppen gebildet, die dann aufeinander losgegangen sind. Vom Fenster sollten wir weg und die Türen wurden geschlossen, weil bei solchen Straßenschlachten auch leicht mal Schüsse fallen können (ein ganz großer Teil der Bevölkerung besitzt Handfeuerwaffen) und durch diese schon mehrere Kinder gestorben sind, die am Fenster gestanden hatten. Während wir also hinten im Büro standen, hörten wir, wie die Polizei mit Blaulicht ankam – und kurz darauf sahen wir auch, wie einige Menschen (am Fenster vorbei) die Straße runterliefen. Also so richtig Flucht vor der Polizei. Das war schon krass.
Weil das ja noch nicht genug war, hat der Samstag sich auch noch einmal Mühe gegeben, einen bleibenden Eindruck zu hinterlassen. Los ging es damit, dass die USA im Achtelfinale gegen Ghana verloren haben. Da hatte ich schon gleich nicht die beste Laune ;) Assia, Pascal, Lilly und ich hatten dann beschlossen, etwas zusammen zu kochen (beziehungsweise sollte ich kochen, mein bzw. Mamas Thai-Curry). Also sind wir nach dem Spiel zum Supermarkt gegangen, haben alles mögliche eingekauft und haben uns auf den Weg zu unserer Wohnung gemacht. Wobei, eigentlich muss man sagen, dass wir zunächst etwa 20 Minuten hinter dem Kassenbereich des Supermarktes gewartet haben, da es in Strömen goss. Kleine Nebenbemerkung: Leute denken ja immer, dass in der Dominikanischen Republik, da sie in der Karibik liegt, immer super Wetter ist. Pustekuchen! Eigentlich fast die ganze letzt Woche hat es immer wieder total gegossen. Das waren Wolkenbrüche sondergleichen! Mittwoch bin ich vollkommen durchnässt zur Arbeit gekommen – ich hatte zwar einen ziemlich großen Regenschirm, aber der Wind hat die Regentropfen von der Seite gegen meinen Rock gedrückt, so dass ich ihn in der AHK angekommen erst einmal auswringen konnte. Zum Glück hatte ich einmal einen Rock dort gelassen, so dass ich etwas zum Wechseln da hatte. Die Straßen sind bei diesen Regenstürmen auch innerhalb von 5 Minuten wenn nicht ganz, dann an den Bordsteinen überschwemmt, so dass das Straßeüberqueren zu einem echten Sport werden kann. Dementsprechend schwappte das Wasser dann auch schön in meinen Turnschuhe hin und her – selbst nachdem ich sie mit Zeitungspapier gestopft hatte, waren sie nach 8 Stunden immer noch leicht nass. Bäh. Gut, aber zurück zum Thema. Wir sind dann irgendwann doch im Regen aufgebrochen, da es nicht so aussah, als würde es besser werden und wir endlich nach Hause wollten. Auf dem Weg lief auf einmal ein Typ hinter uns her. Da haben wir uns zunächst nichts bei gedacht. Auf einmal schnappte er sich jedoch Pascals Einkaufstüte (wir liefen zu dritt hintereinander her, Pascal war der letzte) und lief weg. Yup, uns wurde das Essen geklaut. Es war (natürlich) auch die vollste Tüte, mit dem Hähnchen, dem Gemüse, der Nachspeise und zwei 0,375-Flaschen Rum. *seufz* Wir hatten also nichts zu Hause zu Essen außer Reis, dafür zwei Liter Milch, eine Dose Kokosmilch, Ananas- und O-Saft und eine Flasche Wein. ^^ Naja, wir haben uns dann Chinesisch bestellt und uns gesagt besser so, als wenn uns die Handtasche, Kamera und/ oder Portemonnaie geklaut worden wären. Und der Sonntag hat dann zumindest einen Teil wieder wett gemacht: Deutschland hat England mit 4:1 (oder 4:2, wie man’s nimmt) platt gemacht, es hat nicht so viel geregnet (teilweise sogar die Sonne geschienen) und wir sind am Strand und im Meer gewesen. Das war ganz nett. Ansonsten wurde ich wieder in meiner Überzeugung bestätigt, dass puertoricanische Mofongos 1000x besser sind als dominikanische. Die hiesigen sind zu trocken, da ohne Saucenfüllung (das Fleisch ist direkt mit eingebacken), und einfach nicht so lecker.

Kurzer Katzennachtrag: Die beiden sind irgendwie von den Schnürsenkeln meiner Turnschuhe, meiner Schuh-Tüte und meinen Socken fasziniert, letztere hat Goliath eben schon durch die Gegend getragen.

So, jetzt ist auch Feierabend, Brasilien hat (leider, natürlich) gewonnen, schauen wir mal, ob ich morgen was gucken kann.


Cathi

Dienstag, 29. Juni 2010

SCHLAAAND! – Fußball gucken in der DomRep

28.06.2010

Hello again,

erst einmal: Schland, oh Schland, wir sind von dir begeistert...
Da wir in der AHK gerade weder Internet noch Telefon haben und dementsprechend kaum etwas schaffen können (für das bisschen, was ich mache, brauche ich dann doch Internet), dachte ich mir, dass ich in Word ein paar Blogeinträge vorschreibe und dann in den nächsten Tagen ins Internet stelle – sobald dieses dann wieder funktioniert.
Hier also der erste Eintrag ;)

Auch wenn durch den Zeitunterschied die Spiele zu teilweise etwas unangenehmen Zeiten gezeigt werden (6 Stunden Unterschied, die frühesten Spiele der Gruppenphase wurden also um 7.30h gezeigt), habe ich doch versucht, die meisten Spiele zumindest teilweise zu schauen. Damals, als wir noch Internet vom Nachbarn bekommen haben (erlaubterweise, er hat jetzt bloß den Anbieter gewechselt oder so und jetzt finden wir sein Netz nicht mehr), bin ich für einige Spiele früher aufgestanden, um sie im Livestream auf dem Laptop zu schauen. Bei den anderen war es mir dann nicht so wichtig, da habe ich die letzte halbe Stunde im Büro gesehen. Für das Deutschlandspiel bin ich NATÜRLICH aufgestanden, dafür allerdings auch ins Deutsch-Dominikanische Zentrum hier gegangen und habe mit vielen anderen Deutschen blöderweise die Niederlage gegen Serbien gesehen. Überhaupt werden hier in dem Raum direkt neben meinen Büro alle Spiele gezeigt, die um 10h und 14.30h (unserer Zeit) stattfinden. Meist sind da nicht allzu viele Leute, aber ein paar sitzen da eigentlich immer. Richtig voll ist es dann bei den deutschen Spielen (da wird auch gut Umsatz gemacht – es wird Bier, Softdrinks, Kaffee, Würstchen etc. verkauft) und am Wochenende, wenn Teams wie Brasilien oder die Niederlande spielen (bei letzterem war grad ein niederländisches Marineschiff im Hafen). Ich höre aber meist nur wenn ein Tor fällt, da ich den Livestream auf dem Computer anschalte, damit ich, während ich das Spiel höre (mit deutschem oder englischem Kommentar, der 1000x besser ist als der dominikanische, aber dazu gleich mehr), auch arbeiten kann. Meistens höre ich aber das Geschrei des dominikanischen Kommentators oder der Fans der toreschießenden Mannschaft zuerst, da der Internet-Livestream etwa zwei Minuten zeitversetzt ist. Aber nun ja. A propos dominikanischer Kommentator: Ein Fußballspiel im dominikanischen Fernsehen zu sehen ist auch ein Erlebnis für sich. Ganz abgesehen davon, dass der Ton relativ leise gestellt ist, besteht mindestens die Hälfte des „Kommentars“ aus Werbung. Handywerbung, Supermarktwerbung, hast du nicht gesehen. Zusätzlich dazu wird etwa alle fünf Minuten am unteren Bildrand Werbung für die gleichen Anbieter gezeigt (natürlich aber zeitversetzt zur Audiowerbung), plus einen Pizzalieferanten und eine Anzeige der Polizei, dass man doch seine Waffe bitte registrieren solle. Nicht abschaffen, nein, nur registrieren. Super. Diese Werbung ist aber nicht ganz klein, nein, sie bedeckt etwa ein Viertel des Bildes, so dass man, wenn der Ball an diesem Spielfeldrand ist, mal eben eine halbe bis eine Minute nichts vom Spiel sieht außer den Spielern, die mitlaufen. Ganz großes Kino. Sollte dann mal ein Tor fallen, heißt es nicht „Gol de ...“ (Tor von ...), sondern gleich „Goooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooool“. Sehr enthusiastisch. Aber ich sollte mich nicht beschweren, wenigstens werden hier alle Spiele im Fernsehen gezeigt, auch wenn eigentlich Baseball Nationalsport ist (und eher Touristen und Einwanderer die WM schauen). In den USA 2006 (und ich ärgere mich bis heute, dass ich da nicht in Deutschland war), hat das amerikanische Fernsehen ja irgendwann nur noch die Spiele gezeigt, die zu einer Zeit liefen, wo kein anderer Sport lief, so dass ich die meisten Spiele auf nem mexikanischen Sender schauen musste (und von daher das Gooooool auch schon kenne).
Wenn das Wetter nächstes Wochenende gut wird, werde ich das Deutschland-Argentinien Spiel leider nicht sehen können, da ich mit vier Freunden in den Südosten der Insel, nach Bayahibe, fahren werde und von dort aus auf die Isla Saona, einer fast unbewohnten Insel mit weißem Sandstrand und so. Dann muss mein Mitbewohner oder so mir die Zwischenstände und das Ergebnis durchgeben. Aber wir werden natürlich weiterkommen, diesmal auch ohne Spickzettel ^^

So, das wär’s dann erstmal zum Fußball, ich höre mir jetzt das Geschrei der brasilianischen Fans weiter an (das Internet geht immer noch nicht), laut dem ich grade tippen würde, dass es ca. 40 Minuten ins Spiel rein 1:1 steht (haha, grad nachgefragt, 2:0, verdammt. Ich konnte nicht nachgucken, da ich zur Zeit ganz allein im Büro bin – meine Chefin ist kurz zur Botschaft, meine Kollegin ihre Tochter vom Flughafen abholen und meiner Mitpraktikantin ging es nicht gut, die ist nach Hause; ich bin also mit den Katzen ganz alleine, die schlafen neben mir und mehr oder weniger ineinander verknotet. Sooo süß! Achso, das habe ich ja noch nicht erwähnt: Wir haben jetzt eine zweite Bürokatze (beziehungsweise jetzt einen Kater zur Katze – und keine Sorge, die sind noch nicht alt genug). Er heißt Goliath (meine Idee), da er unglaublich groß ist, vor allem im Vergleich zu Abril, die verhältnismäßig zierlich ist, und die beiden verstehen sich super. Zum Glück.

Liebe Grüße,
Cathi

Mittwoch, 2. Juni 2010

Erster Zwischenbericht

Hola!

Und wieder ein Blogeintrag, hui ui. Ich dachte, ich erzähl mal ein bisschen, wie mein Alltag hier abläuft, vor allem, da ich grad keine Fotos hochladen kann (mein USB Drive mag mich nicht, *seufz*).
Unter der Woche stehe ich so um 7.15 auf, dusche dann meist erstmal (es wird auch in der Nacht nicht wirklich kalt) und frühstücke das Übliche: Haferflocken, Cornflakes o.ä. und Obst, inklusive einer Banane, die wir immer vom Obsthändler geschenkt bekommen, der auf der anderen Seite der Kammer arbeitet. "Richtiges" Müsli ist gut teuer, aber das geht ja auch so. Dann ziehe ich mir meine Sneakers oder meine Joggingschuhe an (sieht immer sehr chic zum Business Outfit aus) und gehe (oder laufe) in 10-15 Minuten zum Büro. Dort ziehe ich mir erstmal meine guten Schuhe an und mache den PC an. Wenn der hochgefahren ist, wird NDR2 oder FFH im Livestream angemacht und E-Mails gecheckt. Dann koche ich Kaffee - ja, tatsächlich. Aber das hat zwei Gründe. Meine Chefin "darf" keinen kochen (ist eine Statussache) und ich koche guten Kaffee ^^ Dann arbeite ich vor mich hin, meist mit Katze auf dem Schreibtisch. Von 13-14h ist Mittagspause, da nehme ich mir dann meine selbstgeschmierten Brote und meinen Salat sowie ein Buch und setz mich entweder in den Innenhof oder in den 1. Stock, aber auf jeden Fall an die frische Luft. Manchmal gehe ich nach dem Essen noch ein bisschen spazieren (und einkaufen bei Bedarf). Danach dann noch mal arbeiten und um 17h habe ich Feierabend. Auf dem Rückweg nach Hause gehe ich ab und zu noch einkaufen (irgendwie brauche ich andauernd was). Zu Hause bin ich dann meistens so durchgeschwitzt, dass ich wieder duschen muss. Dann zieh ich mir bequeme Klamotten an, sprühe mich mit Mückenzeug ein (ich hab schon bald ne Flasche leer und trotzdem immer noch ein paar Stiche) und koch dann Abendessen. Danach wird gespült und das Essen für den nächsten Mittag fertig gemacht, ein bisschen was auf dem PC geschaut und früh ins Bett (ja, ich gehe tatsächlich früh ins Bett. Wunder gibt es immer wieder). Die Wochenenden will ich gerne zumindest teilweise außerhalb von Santo Domingo verbringen (die Stadt ist echt nichts auf Dauer), da muss ich jetzt mal planen, was ich wann mache. Ich hoffe, ich kann das meiste in Tagesausflügen erledigen, so dass ich nicht noch in ein Hotel muss. Erschwert wird die ganze Planung ein wenig dadurch, dass beispielsweise dieses Wochenende Deutscher Markt hier im Deutschen Zentrum ist (in dem Gebäude ist die AHK), zu dem ich gerne möchte (ist jeden ersten Samstag im Monat), und ab nächster Woche ja WM ist und die meisten Spiele hier gezeigt werden. Zumindest die deutschen Spiele will ich alle sehen. Also muss ich darum herum planen ^^ Die letzte Woche in der DomRep habe ich frei (ich habe meinen Rückflug so gelegt, dass ich noch ein bisschen Zeit im Land hab), da werde ich dann mal etwas länger weg, vielleicht nach Samaná und die Halbinsel dort. Schaun mer mal.

Das war es dann auch für heute, morgen habe ich frei, da Fronleichnam ist. Vielleicht werde ich die Altstadt von Santo Domingo ein bisschen erkunden. Irgendwann werde ich auch noch mal zu Ikea (dem einzigen in Lateinamerika), um ein bisschen Heimatfeeling zu haben ^^

Liebe Grüße,
Catharina

Dienstag, 25. Mai 2010

Cathi versucht Internet zu bekommen oder Die zerlaufenen Schuhe

Buenos días!

Ja, so kann es kommen: Ich arbeite offiziell und kann doch meine Blog eher aktualisieren als während des Semesters. Ich bin wohl doch etwas unterfordert hier ;)
Es ist verdammt anders hier, das kann ich nach zwei Wochen auf jeden Fall sagen. Ich bin mir noch nicht wirklich sicher, ob es mir gefällt. Ich glaube, für drei Monate überstehe ich die Zeit hier, aber dauerhaft würde ich mich nicht hier niederlassen wollen. Das Wetter ist auf jeden Fall sehr warm, aber leider zur Zeit auch ziemlich bewölkt und ab und zu regnerisch (meine Mutter hatte Recht, als sie sagte, dass ich immer zum falschen Zeitpunkt irgendwo hin reise). Aber ich habe mir vorgenommen, trotzdem braun zu werden. ^^ Ansonsten muss ich mich an einige Dinge gewöhnen: Das Wasser in meiner Wohnung gibt es nur in kalt (auch in der Dusche), Toilettenpapier gehört nicht in die Toilette (die Abflüsse können das nicht ab), mir wird auf der Straße nachgerufen oder -gepsssst, weil ich blond bin, der Abfall wird in Tüten auf die Straße gestellt und irgendwann abgeholt (und deshalb ist meine doch realtiv feine Nase nichts Gutes), es geht hier alles etwas langsamer und die (technologischen) Standards sind nicht die gleichen wie in Deutschland oder den USA.

Die letzten beiden Tatsachen habe ich auf gleich mehrere Weisen feststellen müssen. Zunächst einmal funktionierte letzte Woche das Internet für fast zwei Studen nicht, dann diese Woche bis eben, als es repariert wurde, das Telefon. Die Herren Reparateure haben sich schön Zeit gelassen beim Reparieren, was besonders toll war, weil sie auch (ohne Warnung) das Internet rausgestöpselt haben.
Die zweite Gelegenheit, an der ich Unterschiede gespürt habe, ärgert mich immer noch, weil das Problem noch nicht gelöst wurde. Also. Ich wollte gerne zu Hause Internet haben, nicht (nur), weil ich internetsüchtig bin, sondern weil ich als Führungsmitglied in drei Organisationen auch über den Sommer einiges machen und planen muss und ich nicht unbedingt alles auf der Arbeit machen wollte. Also habe ich mal im Internet recherchiert, was es für Möglichkeiten gibt (in die Wohnung können wir uns keins legen lassen). Und siehe da: Alle Internetanbieter der DomRep haben ein tragbares Internet im Angebot, dass sich via USB Modem ins Handy 3G Netz anmeldet. Allerdings sind die meisten Angebote an einen Zweijahresvertrag gebunden. Da das natürlich nicht im Internet steht, wollte ich zunächst das Angebot von Viva nutzen. Aus diesem Grund bin ich nach der Arbeit in die Fußgöngerzone gegangen und habe dort einen Viva Verkaufsladen aufgesucht. Diese hatten jedoch das Internetangebot nicht und haben mich zu einem Laden ein paar hundert Meter weiter geschickt. Dieser war jedoch aus vollkommen unerfindlichen Gründen bereits geschlossen. Also machte ich mich auf den Heimweg, da ich mich erinnerte, dass fast vor meiner Haustür ebenfalls ein Viva Laden ist. Dort sagten sie mir jedoch, dass sie das Internetangebot ebenfalls nicht hätten, der Viva Verkäufer im Supermarkt auf halbem Weg wieder zurück aber auf jeden Fall. Also ging ich wieder einen Teil des Weges zurück. Im Supermarkt war aber ebenfalls Fehlanzeige und sie sagten, der einzige Laden, der das hätte, wäre der in der Fußgängerzone, der bereits geschlossen war. Frustriert beschloss ich aufzugeben, zumal mir gesagt wurde, dass es mich für drei Monate 6000 Pesos kosten würde, umgerechnet etwa €130. War dann doch ziemlich teuer. Deshalb hatte ich mich für den Tagestarif von Orange entschieden. Das sind 200 Pesos für 24 Stunden plus einen Betrag für den USB Stick. Der Shop hatte das Gerät jedoch nicht da, also musste ich am nächsten Tag wiederkommen. Gesagt, getan. Blöderweise hatte ich meinen Pass nicht dabei, weshalb ich erstmal wieder nach Hause gehen konnte und den holen. Danach habe ich gute 2 1/2 Stunden in dem Laden verbracht (wobei ich echt fror, da die eine Klimaanlage anhatten und ich recht dünn angezogen war), bis die das alles soweit hatten. Es sollte also alles funktionieren. Als ich nach Hause kam und endlich ins Internet wollte, musste ich jedoch feststellen, dass es nicht funktionierte! Also bin ich am nächsten Tag wieder zum Laden gestiefelt und habe den Typen dort mitgeteilt, dass es nicht geht. Diese riefen daraufhin beim Kundenservice an, mit denen ich dann sprechen musste. Die Verbindung war unglaublich schlecht, ich musste mir alles mindestens 2x wiederholen lassen. Es lief letztendlich auch nur darauf hinaus, dass sie mir sagten, es müsse gehen, und wenn nicht, solle ich nochmal anrufen. Natürlich funktionierte es nicht, und am Telefon verwies man mich immer wieder an andere Nummern, die ich anrufen solle (durchstellen ging wohl nicht), bis dann irgendwann ich garnicht mehr durchkam und die Hotline sich bedankte, dass ich angerufen hätte und mir mitteilte, für mehr Informationen solle ich doch bitte auf die Homepage gehen. Ha ha ha. Am nächsten Morgen (Samstag) versuchte ich noch einmal, dort anzurufen. Da ging dann wieder jemand ran und sagte mit, ich solle doch bitte in den Laden gehen. Die Jungs dort hatten leider auch keine Ahnung und riefen wieder den Service an. Nachdem ich mir wieder alles 5x wiederholen lassen musste, verstand ich, dass ich zum Hauptoffice von Orange gehen, was (natürlich) ein ganzes Stück weit weg war. Und eine direkte Verbindung mit öffentlichen Verkehrsmitteln gab es auch nicht. Da die Dominikaner ziemlich amerikanisiert sind, erklärten sich mich auch halbwegs für bescheuert, dass ich zu Fuß gehen wollte, und beschrieben mir den Weg mit drei verschiedenen Minivans, die hier ganz viel durch die Gegend fahren. Nicht wirklich die neusten und dann werden sie noch mit Leuten vollgestopft. Ich werde versuchen, sie zu vermeiden. Nach dem ersten hatte ich aber schon wieder vergessen, wo ich hinsollte. Also habe ich mich erkundigt und bekam einen etwas anderen Weg beschrieben: Mit der U-Bahn. Ich kann euch sagen, die ist der Oberhammer! Die wurde erst vor einem Jahr gebaut und ist so modern wie sonst nix hier. Da kann sich selbst New York ne Scheibe abschneiden. An der Endhaltestelle der U-Bahn stieg ich dann aus und sollte wieder in einen Van einsteigen. Da hatte ich aber keine Lust drauf, da das Wetter viel zu schön war und der Weg nur ne halbe Stunde zu Fuß war. Das Office von Orange war dann echt beeindruckend: Etwa 100 Schalter, an denen Leuten geholfen wird. Man hat mir ein neues Einwählprogramm auf den USB gepackt und meinte, jetzt müsse es auf jeden Fall gehen. Ich bin dann am Ufer entlang nach Hause (hat auch nur 2 Stunden gedauert...), wo ich dann feststellen musste, dass es IMMER NOCH NICHT funktioniert! Aus diesem Grund, weil ich keine Lust habe, noch einmal den weiten Weg zum Office zu gehen und weil mein Nachbar so nett war und mir das Passwort für sein Internet gegeben hat (ist zwar langsam, aber hey, besser als nichts!), will ich das Zeug jetzt zurückgeben und den Vertrag aufheben lassen. Aber natürlich habe ich am Telefon (ich musste wieder zum Shop) nicht wirklich viel verstanden und nichts wirklich erreicht. Jetzt habe ich denen mal eine E-Mail geschrieben und warte auf eine Antwort. Wenn ich nächste Woche nichts habe, muss ich mal meine Kolleginnen fragen, was ich machen soll.

So, jetzt ist erstmal gut für heute. Für alle, die keinen Facebook Account haben, werde ich bald mal Bilder hier hochladen.


Ciao,
Cathi

Dienstag, 18. Mai 2010

Cathi ist jetzt allein in der DomRep!

Ein kurzes Hallo aus Santo Domingo!

Ich habe nicht viel Zeit, etwas zu schreiben, aber ich wollte (nach Kritik von allen Seiten, die den Blog lesen - also zwei oder drei) mal wenigstens kurz was schreiben.
Also, ich bin sicher in Santo Domingo gelandet und es ist unglaublich warm hier. Dadurch, dass ich einen Tag in New York war, hatte ich auch kein Jetlag. Von NYC hatte ich nicht allzu viel, da ich doch müde war und das Hostel weiter draußen lag, in Queens. Also nur einmal kurz rein in die Stadt, was essen und wieder raus. Ich kann das Hostel auch nur weiterempfehlen, wenn man früh morgens zum JFK Flughafen muss, ansonsten sollte man versuchen, etwas anderes zu bekommen. Der Flug nach New York war auch nicht das Gelbe vom Ei. Ich hatte zunächst mal wieder Probleme mit dem Gepäck - ich hatte zwar innerhalb der Gewichtsbeschränkungen gepackt, aber Lufthansa wollte mir zunächst nicht glauben, dass ich zwei Koffer mitnehmen durfte. Dies haben sie dann aber überprüft und mir das ok gegeben. Zum Glück. Der Flug war dann relativ ereignislos (habe 1 1/2 gute Filme geschaut), bloß die Landung war etwas sehr holperig. Da musste ich nach dem Aussteigen erstmal tief durchatmen.
Am Sonntag ging es dann nach Santo Domingo, wo ich von dem Fahrer der Kammer abgeholt und zur Wohnung gebracht wurde. Diese ist relativ zentral gelegen, hell und gemütlich und ich habe einen sehr netten Mitbewohner. Ab Ende Juni kommt dann noch eine Praktikantin für die AHK, die auch da wohnen wird. Ich habe nur ein Problem: Ich muss sehr schnell duschen, da es Wasser nur kalt gibt. Muss ich wohl durch ^^ Ansonsten gewöhne ich mich an die Wärme und alles andere, nur die Mückenstiche nerven arg. Und das obwohl ich Anti-Mückenspray habe.

Das wäre es dann erstmal von mir, ich versuche bald wieder etwas zu schreiben und auch Bilder zu posten.


Liebe Grüße und ein paar Sonnenstrahlen,
Cathi

Dienstag, 4. Mai 2010

Kurzzusammenfassung eines Monats

Moin moin aus Kiel!

Nach sehr dezenten Hinweisen meiner Mutter ("Du hast jetzt seit über einem Monat deinen Blog nicht aktualisiert, wann kommt denn mal was Neues?") habe ich jetzt zu Hause endlich Zeit, mal einen neuen Eintrag zu schreiben. Ja, ich lebe tatsächlich noch und es tut mir auch sehr leid, dass ich ewig nichts Neues geschrieben habe. Deshalb jetzt ein Update aus Kiel, denn ich bin ja zur Zeit (für zwei Wochen) auf Heimaturlaub in Kiel :) Am 15. Mai geht's dann für einen Tag nach New York, am 16. weiter nach Santo Domingo, Dominikanische Republik fliege. Da bin ich echt gespannt drauf. Auf das Land an sich, die Leute, die da wohnen, die Leute, mit denen ich wohnen bzw. arbeiten werde und die Arbeit an sich. Ich hoffe, das wird ein vernünftiges Praktikum, aus dem ich was mitnehmen kann und tatsächlich was mache, und nicht nur Kaffee kochen, kopieren und ähnliches. Werde ich in zwei Wochen sehen... ich versuche, euch auf dem Laufenden zu halten.

So, was ist innerhalb des letzten Monats so passiert? Große Überraschung: Ich wurde zur Student Representative gewählt... ohne Gegenbewerber. Wahu ;) Das hat dann auch dazu geführt, dass ich bei GSOM's Annual Banquet (wie Prom, bloß mehr essen und weniger tanzen) als Mitglied des neuen Student Councils die ankommenden Gäste begrüßen durfte. Das heißt, am Eingang des Hotels stehen und die Füße abfrieren und keine Appetizers abbekommen (die laut meinen Freunden der beste Teil des Essens war), weil niemand mich ablösen kam *grummel*. Ansonsten war ich auch nicht allzu überwältigt von der ganzen Veranstaltung (Fotos unten): Ich bringe meinen Kommilitonen mühsamst Standardtänze bei und was ist? Es werden nur zwei (!) Lieder zum Tanzen gespielt, dann ist Party Musik. WTF?? Und das Essen war echt nicht das Wahre. Da werd ich echt schauen, dass das nächstes Jahr besser wird.
Was war sonst so? Klausuren, Präsentationen und Papers sind erledigt (Semester ist halt vorbei), zumindest in einem Fach kann ich schon "Successsss" sagen, 98% :) Der Rest der Ergebnisse folgt innerhalb der nächsten Woche(n). Nicht wie in der Flense-City, wo es mal eben ein 3/4 Jahr dauern kann, nicht wahr?
Wenn ich wieder nach Woosta komme, werde ich schon zum dritten Mal umziehen. Da es mich schon ein wenig gestört hat, dass meine letzte Wohnung kein Wohnzimmer hatte und da meine Freundin nach Boston zieht, habe ich mit einem franzöischen Freund und einer chinesischen Freundin eine andere Wohnung gesucht, gefunden und gemietet. Da werde ich dann aber tatsächlich wohl 2 Semester wohnen bleiben ^^
Eine Sache, die mir vom letzten Monat noch im Gedächtnis bleibt (und wohl auch länger bleiben wird): Ich habe einen Wochenendausflug nach Scarborough (ja, wie der Simon & Garfunkel Titel), Maine gemacht. Ein Freund von mir wohnt da mit seinem Vater und mit zwei anderen Jungs haben wir ihn besucht. Das war lustig... und voll schön, da Scarborough und Portland so viel angenehmer sind als Worcester. Fast direkt am Meer gelegen, ein See vor dem Haus, schöne Landschaft... ich bin ganz neidisch (Fotos folgen).
Das war eigentlich alles, was passiert ist im letzten Monat (soweit ich mich erinnern kann). Rückflug war noch ein bisschen anstrengend: Erstmal von Worcester nach Boston (ein Freund hat mich gefahren), dann von Boston nach New York mit dem Bus und von New York nach Newark mit dem Zug. In Newark angekommen, wurde mir dann mitgeteilt, dass mein Koffer 10kg zu schwer war (blöde Waage zu Hause!). Da ich absolut keine Lust hatte, Übergepäck zu bezahlen, bin ich dann zur Seite gegangen und habe einen Wäschesack rausgekramt und darein meine Schuhe und andere schwere Gegenstände gepackt und das dann noch als Handgepäck mitgenommen. Das war nervig. Im Flugzeug hatte ich dann einen ziemlich blöden Platz: Im Fußbereich war irgendwie ein Pc oder so etwas, daneben lag dann mein Rucksack... also keinerlei Beinfreiheit. Dann neben mir auch noch ein Typ, der etwas über den Sitz reichte... das war echt kein Spaß. Aber ich bin jetzt gut zu Hause angekommen und werde die Zeit hier richtig genießen. Morgen shoppen mit Mama (ich brauche immer noch einen Hosenanzug, am liebsten grau mit pinken Nadelstreifen), Donnerstag Ausflug in die Flensecity (mit All-You-Can-Eat Sushi im Rieve) und ab Freitag ist dann Kerstin da. Mit dem Mini :) Nächste Woche schaun mer dann mal.

Liebe Grüße erstmal wieder,
bis denn dann (aber baldiger als dieses Mal!)
Cathi


Annual Banquet:



Tanzpartner Ratana und "Date" Jan ^^



Mein zukünftiger Mitbewohner Quentin




Maine:

Der Blick von der Terasse aus

Das, was man beim Campen am nötigsten braucht...

Der Schuh, der L.L.Bean berühmt gemacht hat.

Das Meer...



Ja, ich bin gerutscht :)

Ich habe 2x so lange gebraucht wie die Jungs, um über die Steine zu klettern.

Indiana Jerratsch ;)

Om nom nom nom...

"Indianer!" - "Servus!"


Montag, 22. März 2010

Urlaub? Welcher Urlaub? ;)

Hola y buenos días (schöne Fotos? hahahaha)!

Ich weiß, ich weiß, ich bin ein schlechter Mensch, schon seit über einer Woche wieder da und noch nicht wieder gebloggt. Ich entschuldige mich recht herzlich dafür und versuche, das jetzt wieder gutzumachen.

Also. Ferien. Nachdem ich in Worcester ein paar Tage mehr oder weniger nur rumgegammelt habe, sind meine Freundin Krithika und ich am Sonntag (7.3.) nach Cambridge gefahren. Ihr Freund wohnt dort und wir wollten am nächsten Morgen den Bus nach New York nehmen, weil wir von dort aus geflogen sind. Also sind wir in die wunder- wunder- wunderschöne Stadt Cambridge... wenn ich groß bin kann ich mir echt vorstellen, da zu wohnen. Studentencafés, -bars, -restaurants, sauber, nett... hach ja. Da haben wir also den abend verbracht, haben ein bisschen geshoppt (H&M und ein Apple Store, ich war glücklich ^^), sind dann was essen gegangen, dann ein Bierchen und dann haben wir die Oscarverleihung geschaut. Das war lustig, ich konnte mit dem Mitbewohner von Krithikas Freund ein bisschen ablästern ^^ Am nächsten Morgen haben wir dann den Nahverkehrszug zum (Zug- und Bus-)Bahnhof genommen und sind mit dem Bus nach New York. Zwei Freunde sind ebenfalls in die Stadt, die niemals schläft gefahren (die eine von dort direkt weiter nach Washington, D.C., der andere ist da geblieben), mit den beiden sind wir zusammen Bus gefahren. Wir wussten aber vorher, dass wir zusammen fahren, das war also keine große Überraschung ^^ In New York sind Krithika und ich dann zu unserem Hotel (Abflug nach Puerto Rico war Dienstag um 7h morgens), wo wir die dritte im Bunde getroffen haben. Leslie war schon ein paar Tage früher nach New York gefahren, da sie dort einmal gelebt hat und nun ihre alten Freunde besucht hat. Wir haben unsere Koffer in unser Zimmer gebracht, sind dann ein bisschen durch New York gebummelt und haben uns dann mit ein paar von unseren und Leslies Freunden zum Essen getroffen (in einem bekannten und teuren mexikanischen Restaurant, Dos Caminos - sehr lecker) und haben dann Happy Hour in einer Bar genutzt. Blöderweise waren wir so viele, dass es am Ende mit den Rechnungen kompliziert wurde und ich viel zu viel bezahlt habe. *Grummel* Und da das noch nicht genug war, war meine Jacke noch so ungünstig auf einer Lampe plaziert, dass ein Loch entstanden ist und mein Labello halb zusammengeschmolzen ist. Und natürlich war es meine teure Columbia Jacke. Ich hab wieder ein Glück...
Nachdem wir also um ca. 2h im Bett waren, sind wir dann nach glorreichen 2 1/2 Stunden Schlaf wieder hoch, weil wir zum JFK Flughafen mussten. Wir haben dann aber im Flugzeug ein bisschen schlafen können und sind dann mehr oder weniger frisch in Puerto Rico angekommen. Zur Information: Die Insel liegt südlich von Florida, etwa auf einer Höhe mit der Dominikanischen Republik, und ist im Commonwealth der USA. Das heißt, sie sind zwar kein offizieller Staat, dürfen aber beispielsweise in den Primaries wählen. Zudem braucht man kein Visum, wenn man einreisen möchte. Das hat die ganze Sache einfacher gemacht. Wir hatten ein Hotel in der Hauptstadt, San Juan, gebucht (das Radisson um genau zu sein). Dieses Hotel war 5 Minuten vom Strand entfernt (leider war dieser nicht so weiß, wie man sich das immer vorstellt, aber das Meer war warm) und hatte einen Pool auf dem Dach. An letzterem haben wir dann ab und zu gelegen und uns bei ca. 30°C in der Sonne gebräunt. Diese schien allerdings nur zwei der vier Tage richtig, an den anderen beiden Tagen hat es ordentlich geregnet und nur ab und zu die Sonne geschienen. Aber warm war es trotzdem. Wirklich viel gemacht haben wir irgendwie nicht... Wir waren im alten San Juan (sehr schöner Kolonialstil, das war echt nett) und im Regenwald, ansonsten haben wir viel gegessen und uns erholt ^^ Wobei, ich habe es versucht, die anderen beiden waren etwas stressig - Ein Tip für euren nächsten Urlaub: Fliegt oder fahrt irgendwohin, wo Handys nicht funktionieren oder verabredet, sie nicht zu benutzen. Die Mädels waren jeden Tag etwa die Hälfte der Zeit am Telefonieren (und gehören auch noch zu der Kategorie, die das Handy im Flugzeug erst ausmachen, wenn der Pilot beschleunigt - was ich ja garnicht abkann), das heißt etwa die Hälfte der Zeit konnte ich Selbstgespräche führen oder so. Nicht wirklich spaßig ;)
Aber insgesamt war es sehr schön und hat meine Vorfreude auf den Sommer noch gesteigert - San Juan liegt etwa auf dem gleichen Breitengrad wie Santo Domingo. Ergo wird es wundervoll warm :)
Ein paar Bilder zum Neidischmachen folgen nun:




Die Puerto Ricanische Spezialität: Mofongos - pürierte und gebackene Kochbananen (Plantains) mit Füllung, in diesem Fall Hähnchen


San Juan Viejo (Altes San Juan)


In einem kleinen Café im Alten San Juan





Leider leider ist die ganze Wärme und Entspannung am Tag des Rückflugs gleich wieder abhanden gekommen. Das war mal absolut kein Tag zum Reisen. Es fing schon auf dem Weg zum Flughafen an: Unser Taxi wurde von der Polizei angehalten. Das war das allererste Mal, dass ich angehalten wurde, und das natürlich genau dann, wenn wir es eilig haben. Aber die Verzögerung war nicht so schlimm, denn als wir auf dem Flughafen ankamen und eingecheckt hatten, kamen wir nicht durch den Sicherheitscheck. Nicht, weil wir irgendwas mit uns geführt hätten (die Äpfel, die ich aus Boston mitgebracht hatte, musste ich schon vorher wieder abtreten, wegen irgendnem Viech, das es in Puerto Rico gibt), sondern weil es im oder hinter dem Checkpoint gebrannt hat. Also bevor wir ankamen. Aber aus diesem Grund konnten wir nicht weiter. Da unser Flug jedoch der erste war, der San Juan verlassen sollte, wurde für uns ein anderer Sicherheitscheck geöffnet. Leider schien der jedoch ewig nicht genutzt worden zu sein, da es dort dann wieder etwa eine halbe Stunde gebraucht hat, bis alles richtig funktioniert hat. Die nächsten paar Stunden verliefen dann relativ glatt, auch das Umsteigen in Miami hat ohne Probleme geklappt. Als wir dann aber im Landeanflug auf New York waren, war das anscheinend genug des Guten ^^ Erst kam die Ankündigung, dass wir etwa ne halbe Stunden warten müssten, bis wir landen (was zum Glück nicht passiert ist), und dann war die Landung sehr sehr holprig. Also nicht das tatsächliche Landen, aber der Flug. Immer wieder Luftlöcher. So, dann kommen wir in New York an und was ist? 5°C und Regen. Suuuper Begrüßung. Dann wollten wir einen Shuttlebus vom Flughafen zur Penn Station nehmen (von dort aus fahren die Busse zurück nach Boston). Der Bus hat uns auch bis zur Grand Central gebracht, wo wir in nen anderen Shuttle umsteigen sollten. Der Typ, der uns die Fahrkarten verkauft hat, hatte uns gesagt, dass der Shuttle direkt auf uns wartet, wenn wir an der Grand Central ankommen. Dem war aber leider nicht so. Die Herrschaften dort teilten uns mit, dass der nächste Bus in einer halben Stunde fährt. Sie haben uns dann unter eine Brücke gestellt (es hat in Strömen gegossen und war eiskalt, vor allem mir mit dünner Hose und Ballerinas) und uns da warten lassen. Eine halbe Stunde später kam dann der nächste Shuttle vom Flughafen. Wir sind von daher wieder auf die andere Straßenseite, da wir dachten, dass der Penn Station Shuttle nun auch kommt. Pustekuchen. Die haben noch nicht einmal gecheckt, dass wir die gleichen Leute waren, die sie schon einmal unter die Brücke gebracht haben, und haben uns einfach wieder dahin geschickt. Ich habe daraufhin gefragt, wann der nächste Shuttle kommt. Die Antwort: In einer halben Stunde. Ich hab den Leuten dann mitgeteilt, dass wir schon seit über ner halben Stunde schon auf den Bus warten... die sind garnicht wirklich drauf eingegangen. Wir haben uns dann mit zwei anderen Leuten ein Taxi geteilt. Dann musste ich das Ticket für den Bus direkt vor Ort kaufen - meine Freundinnen haben ihrs netterweise bestellt, bevor ich herausgefunden habe, wie ich nach Hause komme (die beiden sind nicht nach Worcester gefahren) - und habe den Bus grade verpasst, so dass ich eine Stunde auf den nächsten warten musste. Dieser ist dann mit einer Stunde Verspätung in Boston angekommen. Dort habe ich mich dann mit Jan getroffen, da dessen Freunde eine Party in nem Vorort von Boston gefeiert haben und er mich mit zurücknehmen konnte. Natürlich war die Haltestelle des Zuges eine der komplizierteren - es gab eine Straße oben und eine unten, an der man sich treffen konnte - und natürlich haben wir uns verpasst und ich habe noch mal ne 3/4 Stunde in der Kälte gestanden. Dass ich mich da nicht erkältet habe, ist echt verblüffend. Aber letztendlich bin ich dann zu der Party gekommen, die dann alles wieder wett gemacht hat, weil die Leute einfach super sind ^^ Und nach Hause bin ich auch gekommen.
Seitdem bin ich wieder im Uni- und vor allem Extracurricular-Stress: Wir hatten am Freitag unsere Women in Business Social Hour (das heißt in ner Bar treffen, was essen und trinken und quatschen), das musste organisiert werden. Hab ich aber anscheinend gut gemacht, da tatsächlich viele Leute aufgetaucht sind. Juhu. Samstag war ich dann wieder einmal bei einem Hockey Spiel (immer noch *gähn*) und gestern (Sonntag) habe ich meine Rede und mein Plakat für heute (Montag) vorbereitet. Ich bewerbe mich nämlich als Student Representative für die Fachschaftsvertretung :) Netterweise habe ich dann heute bei der Wahlveranstaltung feststellen können, dass ich garkeine Konkurrenz habe :D Nun ja, ist auch ne Art zu gewinnen ;) Nicht meine liebste, aber gut.
Das wär's dann erstmal von mir... ich muss jetzt ein bisschen was für die Uni lesen und dann hab ich um 22h noch ein Fußballspiel. Ja, die Fußballsaison hat wieder angefangen, aber jetzt erstmal in der Halle. Ich muss heute versuchen, nicht einzuschlafen ^^ Ehrlich, warum das so spät sein muss... ;)

Ich drück euch alle,
Eure Cathi

Montag, 8. März 2010

Se habla español

Cathi allein in Amerika ist jetzt mit zwei Freundinnen in San Juan, Puerto Rico. Details folgen nach erfolgreicher Rueckkehr ;)

Dienstag, 23. Februar 2010

Es schneit, es scheit... oder doch nicht?

Hello again...

und es ist schon wieder fast zwei Wochen her, dass ich das letzte Mal geschrieben habe. Man, man, das ist echt schlimm, wie die Häufigkeit der Einträge im Laufe der Zeit abnimmt. Entschuldigung.

Was ist denn in den letzten zwei Wochen so passiert? Hmmm... Ich darf mich zunächst einmal jetzt Generalsekretärin (oder auf englisch General Secretary) nennen. Leider leider nicht der UN oder ähnlichem, sondern "nur" für CWIB (Clark Women in Business), aber dennoch. Ich wurde sogar in die Position gewählt. Tralala :) Und zwar war das vor genau einer Woche. Wir hatten das Kick-Off Event (ich habe das inoffiziell schon organisiert und unter anderem das Essen ausgesucht - Bilder siehe unten) und da haben unsere 15 oder so Mitglieder gewählt ^^ Ja, ich hatte eine Mitbewerberin ;) Und nein,
wir haben theoretisch nicht nur so wenige Mitglieder, aber da am Vormittag ein wenig Schnee gefallen ist (und ich meine wirklich wenig) kam am Nachmittag die Nachricht, dass die Vorlesungen am Abend aufallen. Ich verstehe ja, wenn in Deutschland die Schule abgesagt wird weil es echt extrem viel geschneit hat, aber hier wird schon bei 10cm Schnee die Abendvorlesung abgesagt. Und das ist nicht nur einmal passiert. Das schöne war, dass vorletzte Woche ein Blizzard angedroht war und die ganze Uni deshalb abgesagt wurde. Leider hat sich der Wetterbericht komplett geirrt - es ist keine einzige (na gut, vielleicht eine oder zwei ^^) Schneeflocke gefallen. Aber man gut, dass wir keine Uni hatten. Okay, ich hatte an dem Tag zu der Zeit eh nichts (natürlich...), aber trotzdem. Und meinen Videodreh haben sie wegen des "Blizzards" auch abgesagt. Wie Videodreh? Ja, ich dachte ich trete mal in die Fußstapfen des Rests meiner Familie und lasse mich auch mal filmen ;) Nein, GSOM dreht grade ein Video, das dann auch die Homepage gestellt werden soll. Dafür interviewen sie ausgewählte Profs und Studenten. Und ich war ausgewählt, hihihi. Das erste Mal hatten sie es wie gesagt abgesagt, dafür war dann gestern (Mittwoch) Dreh. Ging verblüffend schnell, ich war innerhalb von 15 Minuten fertig und musste nur zwei Sachen noch einmal sagen. Man sagte mir auch im Nachhinein, dass ich das ganz toll gemacht hätte und garnicht nervös schien. FYI: Ich war hammer nervös ;) Wie war ich drauf gekommen? Ach ja, CWIB. Naja, offiziell haben wir glaube ich 80 Mitglieder, aber da die Vorlesungen abesagt waren und es ein wenig geschneit hatte, sind wohl die meisten nicht gekommen... ich hoffe zumindest, dass das der Grund war und nicht generelles Desinteresse. Das wäre nämlich schade.
Ansonsten geht nicht wirklich viel... Das Ende des ersten Modules (Hälfte des Semesters) rückt näher, das heißt Midterms, Finals (beides Klausuren), Papers und Präsentationen. Spaß? Nicht wirklich. Mein Advertising & Promotion Projekt zum Beispiel wäre total cool... wenn wir nicht so einen Zeitdruck hätten. Wir sollen da mit einer Werbecampagne aufwarten, die Broadcast, Print und etwas im Internet umfasst. Hätten wir dafür beispielsweise 14 Wochen, würde das garantiert wesentlich besser werden als jetzt, wo wir unter hammer Zeitdruck arbeiten. Aber schaun mer mal, ich verlinke das Video und poste die Audiofiles wenn wir fertig sind. Für den gleichen Kurs muss ich jetzt auch noch ein Take-Home Exam erledigen... 83 Multiple Choice Fragen. Krank. Wobei der Arbeitsaufwand immer noch weniger ist als für Operations Management... 4 Case Studies (jeweils 2-3 Seiten), eine Gruppen Case Analyse (Präsi und Text), ein Test (schon erledigt), und ein Gruppen Paper und Präsi über ne Firma. Und das in 7 Wochen. Das ist echt nicht schön. Schön war aber dennoch unsere Präsi am Montag, wir haben vor unserer Analyse von Barilla dieses Video gezeigt (ich hab da immer noch Gänsehaut wenn ich das sehe ^^). Das kam richtig gut an. Hihi. Dann hatte ich Dienstag mein Branding Strategies Midterm (100%, yay) und musste heute eine etwas längere (aka 5 Seiten) Hausaufgabe in Cross-Cultural Management abgeben, über eine problematische multikulturelle Situation. Das Midterm für die Vorlesung ist nächsten Donnerstag. An dem Tag ist dann auch die Gruppenpräsentation In Business in Society (meine momentane Lieblingsvorlesung) über einen Ethics Skandal. Meine Gruppe analysiert Siemens' Bestechungsskandal. Schaun mer mal, wie das wird. Aber erstmal müssen die anderen Projekte fertig gemacht werden, das wird bestimmt ein tolles Wochenende... NOT.
So, nun muss ich mich auch mit meinen Gruppenmitgliedern treffen und ein bisschen über Siemens philosophieren ;) Abschließend noch die Essens Bilder ^^

Drück euch alle,
Cathi



Fruchtspieße mit Vanille Joghurt (den Rest vom Joghurt hab ich mit nach Haus genommen ^^

Crostini mit Pesto, Schwarze Oliven Mousse und getrockneten Tomaten

Risotto arancini mit Aioli

Donnerstag, 11. Februar 2010

Super (Bowl)!

Hallo ihr Lieben,

erstmal ein ganz großes ENTSCHULDIGUNG, dass ich euch, meine treuen Leser, so lange habe warten lasse. Ihr habt bestimmt schon sehnlichst auf einen neuen Eintrag gewartet (yeah, right!) Aber dieses Modul ist echt brutal. Ich glaube, ich habe mich übernommen - 5 Kurse, zwei Jobs und zwei Extracurricular Activities sind dann doch zu viel. Vor allem, wenn man wie ich versucht, sich ein bisschen Zeit für sich zu nehmen ^^ Ich weiß, alles Ausreden, aber so ist es bei mir im Moment. Ich mache echt drei Kreuze, wenn Spring Break ist. Da werd ich mich dann schön entspannen.
Kurse laufen meist gut, einige bringen mehr, andere weniger Spaß... Operationsmanagement ist echt viel zu viel Arbeit, das ist nicht schön, aber dafür habe ich Business in Society, einen Ethics Kurs, den ich wieder ganz super finde :)
A propos super: Ich werde Schritt für Schritt amerikanisiert glaube ich. Ich habe nämlich letzten Sonntag mit (teilweise amerikanischen) Freunden den Superbowl geschaut. Komplett. Mit Werbung. Und ich muss gestehen: Das war echt spannend. Und cool. Noch schlimmer: Ich fand das Spiel fast besser als die Werbungen ;) Wobei da echt gute dabei waren. Die beiden besten (meiner Meinung nach) waren Google und Audi . Aber juhu, das Team, für das ich war, hat gewonnen. Für alle, die das nicht mitbekommen haben: Das waren die New Orleans Saints. (Who dat?)

Ansonsten war die letzte Woche relativ doof: Ich habe es geschafft, eine Augenentzündung zu bekommen und musste zum Arzt und dann Tropfen nehmen (ich dachte diese Woche, die Entzündung sei weg, aber sie kam "back with a vengeance"). Dann haben mein Computer und das Internet weiter gesponnen (ich bin grade bei einem ungesicherten Netztwerk hier im Haus angemeldet, aber das geht auch nicht immer). Und da das beides noch nicht genug war, hat meine Word Testversion (ich hatte Windows neu installiert) auch gesagt: ":P Keine Lust mehr." Also rien n'allait plus.

Aber DANN kam der Dienstag. Und der war der Hammer, der absolute Hammer (das neue Wise Guys Album ist übrigens genial)... Ich habe einen Product Key gefunden, also geht Office wieder. Und dann saß ich in meiner lustigen Branding Strategies Vorlesung (mit Abstand der coolste Kurs dieses Semester/ Module) und während wir Jeopardy gespielt haben, habe ich eine Mail erhalten: "Sehr geehrte Frau Jerratsch, die Deutsch Dominikanische Industrie- und Handelskammer freut sich Ihnen mitzuteilen, dass Ihre Bewerbungsunterlagen uns von ihrer Qualifikation für die Aufgaben bei der AHk überzeugt haben und wir Sie gerne ab dem 17.Mai bei uns in Santo Domingo als neue Praktikantin begrüßen möchten." Von der deutschen Außenhandelskammer. In der Dominikanischen Republik. Da werde ich also 3 Monate im Sommer verbringen!!! Ich freu mich echt ganz dolle :) Ab 17. Mai bis ca. 17 August. Und davor bin ich zwei Wochen ZU HAUSE!!! Ja, ich komme tatsächlich nach Deutschland! Also, falls ihr zufällig zwischen dem 1. und 12. Mai Zeit habt, kommt doch mal in Kiel vorbei und sagt Hallo! Ich würde mich echt freuen.
Und da mein ökologischer Fußabdruck noch nicht genug ist und ich nicht häufig genug hier weg bin, habe ich heute meinen Spring Break Urlaub gebucht: Ich fliege mit zwei Freundinnen (Krithika und Leslie) nach Puerto Rico, San Juan um genauer zu sein. Wir haben vier Nächte im Radisson gebucht, fast am Strand und ganz in der Nähe von einigen Bars und Clubs. Das habe ich dann auch echt nötig glaube ich :) Ich freue mich drauf.

Was ist sonst passiert? Wir hatten unser Net Impact Kick-Off Event vorletzte Woche. Das war sehr cool, und ist auch verdammt gut gelaufen - wir hatten eine gute Menge Leute da. Mal schauen, wie viele dann tatsächlich zu unserem Treffen am Montag kommen. Und wo wir grade beim Thema Studentenorganisationen sind: Ich habe mich für die Stelle der "General Secretary" bei Clark Women in Business beworben. Das ist aber zum Glück nicht nur Protokoll führen und ähnliches, sondern wir haben auch ein wenig Marketing zum Job hinugefügt. Das heißt, dass ich beispielsweise Poster designen darf und ähnliches :) Spaß. Achso und zu Net Impact noch mal: Eine Sache, die wir von der Organisation machen, ist das Board Fellows Program. Dieses beinhaltet, dass man ein Mitglied eines Non-Profit Boards als Mentor bekommt, die Board Meetings besucht und für die Organisation an einem Projekt arbeitet. Ich hatte gestern (Donnerstag) mein erstes Meeting. Ich arbeite mit dem Boys and Girls Club Worcester zusammen – die Organisation setzt ich für Jungs und Mädchen vor allem aus unterprivilegierten Familien ein und bieten diesen Hausaufgabenhilfe und diverse Aktivitäten an. Unglaublich viele der ehemaligen Mitglieder sagen, dass sie ohne den Club echt abgestürzt wären, dass der Club sie mehr oder weniger gerettet hat. Das Board Meeting war echt interessant. Ist ähnlich strukturiert wie Fachschaftstreffen (^^), hat aber natürlich wesentlich mehr Geld zu verwalten und dann doch im Verhältnis wichtigere Themen ;) Was total niedlich war: Einigen der Kinder wurde wohl aufgetragen, Valentinstkarten für die Board Mitglieder zu machen. Aber nicht nur das, auch ich habe eine bekommen :) Darüber habe ich mich sehr gefreut. Dazu gab es noch eine Tasse mit Süßigkeiten. Jetzt brauch ich noch ne Blume am Sonntag und mir geht's gut. Haha, Scherz.

Ich bin mir sicher, dass ich noch was erzählen wollte, aber es will mir grad nicht einfallen ^^ Falls ich mich dran erinner (ich bin gräßlich vergesslich...) kommt es dann im nächsten Ein trag. Ich werde versuchen, den schneller zu schreiben dieses Mal. Versprochen. Nun folgen nur noch ein paar Bilder von Silvester, die ich ja schon versprochen hatte, sowie ein paar von einer Geburtstags-Masquerade Party.

Silvester:

Ready to Party

Schuhe waren nicht die klügste Entscheidung ;)

Cristina und ich

Da war jemand glücklich


Was haben wir gemacht??


Masquerade Party







Sonntag, 24. Januar 2010

Mobbing!

Hallo mal wieder,

ich weiß, es ist mal wieder etwas länger her, dass ich mich gemeldet habe, aber ich habe eine gute Ausrede dafür, dass ich nichts gebloggt habe. Nein, es ist nicht, dass nichts passiert ist (das habe ich des öfteren ja gesagt und habe dann doch viel geschrieben), sondern - wie der Titel des Eintrags vermuten lässt - dass ich gemobbt werde. Und zwar vornehmlich vom Internet bei mir zu Hause. Es ist nämlich so, dass wir direkt neben einem Graduate Housing Haus wohnen, also einem zur Uni gehörigen Wohnheim. Da gehört Internet dazu und naja, das hat halt Reichweite bis zu uns ;) Und bis vor etwa 1 1/2 bis 2 Wochen hat das auch ohne Probleme geklappt. Auf einmal hat entweder mein PC oder das Internet aber vollkommen angefangen zu spinnen: Der Laptop erkennt zwar, dass es das Clark WiFi gibt, aber es verbindet immer nur mit eingeschränkter Konnektivität. Das ist vor allem merkwürdig, da meine Mitbewohnerin sich ohne Probleme einloggen kann. Und anstrengend, da so viel von den Vorlesungen darauf basiert, dass man ins Internet kommt und die Unterlagen runterläd. Auf dem Campus kann ich mich dann (meistens) einloggen. Also keine Ahnung was für Probleme der hat. Aber mein Laptop muss mal wieder nach etwa zwei Jahren so einen Mist machen. Vor allem erkennt er jetzt auch nicht mal mehr, dass er ein DVD-Laufwerk hat. Also ehrlich! Ich werde jetzt die Tage mal versuchen, ihn zu formatieren, vielleicht bringt das was. Aber vermutlich nicht. Also ich und technische Gegenstände, das ist echt eine unendliche Geschichte. Laptops, Digicams, externe Festplatte... Ich weiß auch nicht, wie ich das immer schaffe ^^
Naja, deshalb bin ich halt in den letzten Wochen andauernd in der Bibliothek gewesen... und hab irgendwie nichts vernünftig hinbekommen. Zudem hat die Uni wieder angefangen. Ich habe in diesem Module 5 Kurse belegt (der 6., den ich erwähnt habe, kommt im zweiten Module), was dann doch einiges ist. Die Info aus dem letzten Eintrag stimmt auch nicht mehr ganz: Ich habe mich nach einer Vorlesung gegen Managing Conflict and Change entschieden und mache stattdessen Branding Strategies. Schaun mer mal, ob das die richtige Entscheidung war. Zusätzlich zu den Vorlesungen habe ich dann noch die Arbeit als Graduate Assistant, wie letztes Semester; zusätzlich werde ich aber jetzt noch als Teaching Assistant im Deutsch-Kurs aushelfen und einmal in der Woche ne Stunde Übungen mit den Undergrads machen. Vielleicht mache ich dann nicht mehr so viele Fehler wie im letzten Blog mit der Dame ^^ Da das ja dann noch nicht genug ist, was ich unter der Woche mache, bin ich jetzt noch Eco-Representative für Net Impact. Das ist eine Studentengruppe, die sich für "socially responsible business" einsetzt. Und ich werde mich noch um einen Platz im Führungsteam von "Women in Business" bewerben, ebenfalls eine Studentangruppe. Ich hoffe, dass ich mich damit nicht übernehme...
Was war sonst los? In der letzten Woche vor Semesterbeginn war ja die Career Service Session, das war ganz okay, bis darauf, dass ich noch nicht wirklich weiß, was ich machen will, wenn ich groß bin. Mittwoch die Veranstaltung habe ich nicht besucht (mache ich während Spring Break oder so), weil Johannes und ich erst in einer bombastischen Mall einkaufen waren (das war echt ein amerikanisches Paradebeispiel für Konsum) und dann Jan vom Flughafen abgeholt haben. Jetzt habe ich beide meine Sidekicks wieder ^^ Wir haben auch dann die nächsten Tage ein bisschen was gemacht; unter anderem waren wir im Higgins Armory Museum. War ganz cool, aber ich hätte ja gern wieder mit nem Schwer rumgefuchtelt ;) Aber dafür hab ich die Jungs dazu gebracht, mich wie ne Königin zu behandeln, passiert ja auch selten genug ^^

Knie er nieder!

Revolution?!


Das wär eigentlich alles, was in den letzten Wochen so passiert ist... Ich werde jetzt mal Football zu Ende schauen (das Halbfinale vom Superbowl), ich habe festgestellt, dass es doch ein bisschen spannender ist, wenn man die Regeln kennt. Oha, ich werde amerikanisiert ^^

Bis hoffentlich bald wieder, mit funktionierendem Internet!

Liebe Grüße,
Cathi

Freitag, 8. Januar 2010

Tod dem inneren Schweinehund!

Hallo und ein frohes neues Jahr!

Ich hoffe, ihr seid alle gut reingekommen und hattet (mindestens) so viel Spaß wie ich. Wir haben bei einer Freundin zu Hause gefeiert. Wir waren 14 Leute und hatten sehr viel Spaß (und Alkohol), nur leider kein Feuerwerk. Aber man kann ja nicht alles haben ^^ Dafür sind wir aber erst so um 4.30h nach Hause gefahren. Bilder habe ich leider noch nicht bekommen, folgen aber, sobald sie mir geschickt wurden.
Ansonsten habe ich ja immer noch Ferien (bis zum 18. noch), und die genieße ich eigentlich. Ausschlafen und nicht allzu viel machen ^^ Ich treffe mich mit Freunden (mehr dazu gleich), lese, spiele Computer (man gut, dass ich die alten LucasArts-Spiele mitgenommen habe, Monkey Island, Loom und Indiana Jones sind immer noch lustig... okay letzteres weniger, weil ich immer sterbe. Hmpf!) und suche ein bisschen nach Praktika. Ich muss ja für mein Studium eins absolvieren. Okay, okay, ich gebe es zu, ich langweile mich auch ab und zu sehr. Ich liebe Ferien, aber ich brauch gleichzeitig Beschäftigung ^^ Aber wenigstens eine Sache habe ich diese Woche geschafft: Ich habe einen meiner guten Vorsätze für 2010 angefangen (die anderen brauchen was länger) und war diese Woche 4x Sport machen. Juhu. Angefangen hat es Montag, wo ich beim Bikram Yoga war. Was das ist? Kurzfassung: Yoga in nem ganz warmen Raum. Wer mehr wissen möchte kann sich hier informieren. Wie ich immer auf solche verrückte Ideen komme? Keine Ahnung. Naja, eigentlich weiß ich es in diesem Fall zumindest: Zwei meiner Freundinnen machen das schon länger und haben immer davon erzählt. Und an Silvester haben wir dann ein Kartenspiel gespielt, dessen Regeln relativ simpel sind (bei Langeweile während Parties gern mal selbst ausprobieren): Ein Stapel Karten wird gut gemischt und ein Spieler fängt an. Er (oder sie) nimmt sich die oberste Karte, sucht sich einen Mitspieler aus und sagt so etwas wie: "Cathi (oder sonst wer), wenn diese Karte eine Königin ist, musst du ..." Bei dem ... sind der Phantasie keine Grenzen gesetzt. Der Angesprochene darf nur Nein sagen, wenn es gegen seine Werte verstoßen würde, die Aufgabe zu erfüllen (man muss dieses Spiel natürlich mit Leuten spielen, die so einen Mist mitmachen ^^). Wenn die Karte umgedeckt wurde, muss der Betroffene entweder die Aufgabe erfüllen (wenn es eine Königin ist und es eine sofort durchführbare Handlung ist) und erhält dann den Stapel, oder (wenn es keine Königin ist) bekommt den Stapel Karten und darf jemand anderem eine Aufgabe stellen. Bloß nicht der Person, die ihn zuvor angesprochen hat. Nun ja, lange Rede, kurzer Sinn, einem Freund wurde gesagt: "Wenn das hier eine Königin ist, musst du mit zum Bikram-Yoga." Und es war eine Königin. Da hab ich dann ganz spontan (mal wieder ohne groß nachzudenken) gesagt: "Ich komme auch mit." Nicht meine klügste Idee ^^ Am Anfang ging das noch, während der ersten halben bis 3/4 Stunde dachte ich noch, das sei garnicht so schlimm. Nur kurz dazu bemerkt: Ich habe (bis auf der Wii) noch nie Yoga gemacht und hatte seit Ewigkeiten kein Sport mehr gemacht. Auf einmal ist mir das alles dann doch auf was auch immer geschlagen und ich hatte das Gefühl, ich könne nicht mehr richtig atmen. Ich bin dann erst mal aus dem Raum gegangen und hab tief durchgeatmet. Nach etwa 5 Minuten bin ich wieder rein, habe aber nur etwa die Hälfte der Übungen mitgemacht... bis auf die "Dead Body Pose", die ich jedes Mal wenn sie angesagt wurde und häufiger gemacht habe ^^ Die ist nämlich auf dem Rücken liegen, sich entspannen und atmen. Das konnte ich besonders gut. Naja, ich habe es überlebt, werde es aber so bald wohl nicht wiederholen ;) Da geh ich lieber schwimmen und anderes Ausdauertraining machen. Vielleicht mach ich normales Yoga, wenn das Semester anfängt, mal schauen. Aber nicht in so einer Hitze.
Ansonsten habe ich wie gesagt mit Freunden was gemacht: Wir waren unter anderem Bowlen und ich war natürlich so schlecht wie immer ^^ Es soll einfach nicht sein. Aber ich hatte trotzdem Spaß und habe neben den Bahnen auch noch etwas lustiges entdeckt: Automaten, in denen nicht Süßigkeiten sind, sondern unter anderem Socken. Was es nicht alles gibt!



Was habe ich sonst gemacht? Ich war mit Johannes und seiner Freundin in einer Outlet Mall, habe aber "nur" eine Columbia Jacke, eine Bluse mit kurzen Ärmeln und einen Sport-Rock gekauft. Vor allem bei den Jeans habe ich nämlich nix gefunden. Wieso gibt es schwarze nur in straight und nicht in boot cut? Voll fiese!
Dann war ich am Mittwoch bei einer Freundin und wir haben auf ihrer Wii Zombies erschossen. Das war sehr sehr lustig, nur hatten wir beide am Ende einen unglaublichen Krampf in der Schulter ^^
Gestern war ich mit einer anderen Freundin was Essen und dann noch ein (okay zwei) Bier trinken. Und zwar deutsches Bier! Es gibt hier ein ganz paar Bars, die tatsächlich gutes Bier verkaufen :) Das Restaurant war der absolute Hammer: Die haben sich auf Bio-Essen spezialisiert, was zwar ein Ticken teurer aber dafür unglaublich lecker war. Ich hatte "Sushi graded Yellow Fin Tuna Loin crusted with Black and White Sesame Seeds, seared rare, accompanied by a Sweet Honey Sushi Rice,
Seaweed Salad, Pickled Ginger, Tamari and a Wasabi Quenelle". Ooooooh, so etwas leckeres habe ich selten gegessen. Das war absolut das Geld wert!

Ansonsten gibt es nicht viel zu erzählen; ich war die Tage in der Bücherei und habe mir ein paar Bücher geholt...


..damit sollte ich den Rest der Ferien eigentlich überstehen ;) Aber die werden denke ich mal auch an sich schnell verstreichen, nächste Woche habe ich einiges vor: Montag, Dienstag und Mittwoch ist Training vom Career Service und Mittwoch, Donnerstag und Freitag ist Orientation für die Neuen, da habe ich gesagt helfe ich. Und dann geht die Uni auch schon wieder los. Ich habe mich im kommenden Semester für sechs Kurse entschieden: Operations Management, Managing Change and Conflict, Advertising and Promotion, Cross Cultural Management, Business in Society und Corporate Communication. Mal schauen, wie das alles wird. Mit meinen Noten vom letzten Semester bin ich übrigens total zufrieden :)

Das wär's dann auch für diesen Eintrag; ich werde jetzt vielleicht einkaufen, mal schauen ^^

Ganz liebe Grüße,
Cathi