Montag, 14. September 2009

Warum ich amerikanisiert bin... und warum nicht

Hallo liebes Tage- (nun ja, vielleicht eher Wochen-)buch!

Hier gibt es nicht allzu viel neues zu erzählen: Ich bin jetzt in der dritten Vorlesungswoche und habe doch noch mal ein bisschen was umgeschmissen: Da mir Marketing wirklich zu viel Wiederholung war, habe ich meine Note eingemailt und konnte den Kurs somit waiven, wodurch ich jetzt im ersten Module (bis Ende Oktober) Mittwochs frei habe... also ich arbeite, aber Vorlesungen habe ich keine. Taktisch mal wieder der blödste Tag um frei zu haben, vor allem, da ich Montags um 9h und Freitags bis 13h Vorlesungen habe... Aber kann man ja nicht ändern. Bzw eigentlich schon, aber mach ich jetzt nicht mehr ^^ Da muss er durch (der Lurch).
Die Arbeit ist ganz interessant, ich mache ein bisschen dies und das und soll dann das Student Handbook verbessern :) Ansonsten wollten meine Chefinnen mir "interessante Projekte" geben, mal schauen, was das wird.

Da hier nicht so viel passiert, werde ich jetzt einmal analysieren, in welchen Hinsichten ich amerikanisch bin... und in welchen nicht.

1. Ich bin amerikanisiert weil:
  • Ich es genieße, dass Geschäfte 24/7 aufhaben.
  • Ich ein wenig ungesund lebe. Das bezieht sich in meinem Fall aber nicht auf das Essen (ich koche wie immer selbst und gesund) sondern eher auf meine Alkoholkonsum (besonders letzten Freitag). Wobei vielleicht bin ich in dieser hinsicht eher deutsch, da ich so viel Bier trinke ^^
  • (Aus dem vorherigen Grund abgeleitet) Ich wie ein amerikanischer Undergraduate Student mit dem ganzen Feiern bin (wie die in den Filmen, bloß nicht ganz so extrem)
  • Ich amerikanische Bagels, Kekse u.ä. liebe. Habe mir aber noch keinen Toaster gekauft und aus dem Grund noch keine Poptarts gegessen - seid stolz auf mich :)
  • Ich das amerikanische Vorlesungs- und generell Unisystem dem deutschen vorziehe.
  • Ich Halloween liebe - ich suche jetzt schon nach dem perfekten Kostüm. Habe auch schon eine leichte bis starke Tendenz zu einem. Mal schauen.

2. Ich bin nicht amerikanisiert weil:
  • Ich immer noch den deutschen Kaffee, das deutsche Bier und das deutsche Brot den amerikanischen Produkten vorziehe. Tut mir leid, aber ist so ^^
  • Ich den Produkten Soft Drinks und Fast Food nicht wirklich etwas abgewinnen kann
  • Ich der Meinung bin, dass Räume, Geschäfte und Busse im Sommer durchaus so warm sein können wie draußen und nicht auf Wintertemperaturen herunterkühlen muss, so dass man sich eigentlich für den Unterricht oder fürs Shoppen lange Klamotten mitnehmen müsste
  • Es mir immer noch hochkommt, wenn Energie verschwendet wird. Lampen können ausgeschaltet werden, wenn niemand im Raum ist und Computer müssen auch nicht über Nacht anbleiben, wenn keiner sie nutzt
  • Ich immer noch lieber zu Fuß einkaufen gehe, als den Shuttle-Service zu nutzen. Verblüfft hier fast alle
  • Ich lieber Treppen gehe als den Fahrstuhl nutze. Aber das macht mich nicht wirklich deutsch, das macht mich nur sonderbar, auch für Deutsche ^^

Und trotz der doch hohen Anzahl von Punkten, die aussagen, dass ich doch noch deutsch bin, fühle ich mich hier sauwohl und kann mir absolut vorstellen, auch nach dem Studium in den USA zu bleiben. Ich habe halt meine Eigenarten, aber das hat ja jeder. macht uns nur menschlich.

So, nun werde ich mich allmälich mal an meine Accounting- (=Externes Rechnungswesen-) Hausaufgaben machen.


Ganz liebe Grüße,
Cathi

2 Kommentare:

  1. :) Tiefgruendig oberflaechlich analysiert. Wo werden die richtig deutschen Eigenschaften wie Puenktlichkeit, Ungeduld, Verlaessligkeit unter die Lupe genommen. Mit all den anderen Sachen kommt jeder irgendwann zu recht oder hat sich daran gewoehnt, aber die typisch "deutschen Eigenschaften" sind doch hier zu vergleichen, um einen detailierten Einblick in den dt.-amerik. Kulturunterschied zu erlangen...
    Was machst du denn fuer ein Job, das ist irgendwie an mir vorbei gegangen...

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  2. Naja, ich brauch ja noch Ideen für spätere Blogs. Kann man ja nicht alles in einen Eintrag packen ;)

    Ich bin Graduate Assistant einer Professorin, was letztendlich heißt, dass ich alle möglichen Jobs mache, die denen einfallen, aber nicht allzu schlecht bezahlt werd ;)

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